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Internationaler
Großmeister
Sergej Ovsejevitsch entscheidet XXIV. Äskulap -Turnier
für sich
Auch dieses Jahr zu Ostern fand in
Görlitz wieder das
Äskulap -Turnier statt. Eine Zeit, die dieses Jahr besonderer
Bedeutung
beigemessen wird, die EM der Frauen und Männer zur gleichen
Zeit in Dresden.
Nichtsdestotrotz begegneten sich über 170 Teilnehmer aus jeder
Alters- und
Leistungsklasse bei spannenden Partien, um die Sieger der jeweiligen
Turniere
zu ermitteln. Nach vier aufregenden Tagen waren die Sieger der vier
Turniere
schließlich ermittelt.
Ungeschlagen setzte
sich der Ukrainer in Sachsens zweit
größtem Schachturnier durch und holte somit den
zweiten Sieg in Folge.
XXIV.
Äskulap -Open
Seit
Oster-Mittwoch rangen
88 Teilnehmer in interessanten Begegnungen
um die besten Züge. Vor allem die 13
Titelträger hatten sich vorgenommen,
Vorjahressieger und
Topfavorit IGM Sergej
Ovsejevitsch als Schachkönig zu beerben.
Doch
schon in der zweiten Runde
stellten sich die ersten Überraschungen ein. So unterlagen die Internationalen
Meister Mikhail Zaitsev und Drazen Muse gegen ihre deutlich
schwächer
eingeschätzten Gegner und fielen so im Ringen um den
Gesamtsieg weit zurück.
Aber auch IM Michal Luch und und IM Virgini Dambrauskas mussten schon
in Runde
zwei Federn lassen und gaben jeweils einen halben Zähler ab.
In der vierten
Runde begannen sich die ersten Titelaspiranten vom Hauptfeld
abzusetzen. So
bezwang Sergej Ovsejevitsch seinen Kontrahenten IM Zbigniew Ksieski in
einer
spannenden Partie und setzte sich mit Krystian Kuzmicz und FM Mike
Stolz, die
nach ihren Siegen in diesem Durchgang ebenfalls vier Zähler
vorweisen konnten,
an die Tabellenspitze. Freitag Nachmittag schließlich
rückte der Turniersieg
für Titelverteidiger Ovsejevitsch deutlich näher, als
er sich nach starkem
Spiel gegen FIDE-Meister Mike Stolz durchzusetzen vermochte und auch
Krystian
Kuzmicz nicht über eine Punkteteilung herauskam. Mit 5 Punkten
und einem halben
Zäher Vorsprung zu Kuzmicz und Paul Zwahr ging der
Großmeister nun in den
letzten Spieltag.
Während sich
Ovsejevitsch und Kuzmicz am Spitzenbrett mit
einer Punkteteilung zufrieden gaben, musste der junge Dresdner Paul
Zwahr eine
bittere Niederlage gegen IM Mikhail Zaitsev, der sich nach seiner
frühen
Niederlage wieder an die Spitzengruppe aufschloss, verbuchen.
Damit lag der
Ukrainer
vor der letzten Runder weiter mit
einem halben Zähler vor seinen ärgsten Kontrahenten.
Nur eine Niederlage gegen
Sopur Lech hätte IGM
Sergej Ovsejevitsch (Bild) den erneuten
Turniersieg noch
verhageln können. Nachdem die ärgsten Verfolger
jeweils nur einen halben Zähler
aus der letzten Runde einfuhren, wäre Lech mit einem Erfolg
der überraschende
Turniersieg zugefallen. Doch trotz reichlicher Bemühungen
Großmeister
Ovsejevitsch zu entthronen, reichte es nur zu einem Remis und somit zum
erneuten Turniersieg des Topfavoriten vor Krystian Kuzmicz und FM Mike
Stolz.
Sopur Lech musste sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden
geben,
Zaitsev wurde 6.
Bester
Görlitzer wurde Dariusz Soltys, der in diesem
Turnier großartiges leistete. Mit einem Remis und den
überzeugenden Siegen über
die deutlich stärker eingeschätzten Christof Beyer,
Christian Noack und Tino
Proschmann spielte sich der Görlitzer auf einen tollen 39.
Platz. Der erste
Preis für den besten Spieler in seiner Leistungsgruppe sollte
seine starke
Leistung würdigen.
Mit
allein 40 Teilnehmern stellte Sachsen fast die
Hälfte aller Spieler, wobei die besondere Leistung von Paul
Zwahr (Bild) von Grün-Weiß
Dresden hervorzuheben ist, der mit seinem hervorragenden 10. Platz und
5 aus 7
Punkten gleichzeitig Sachseneinzelmeister 2007 wurde vor Thomas Schunk
von
Leipzig-Gohlis (20.) , Felix Häusler vom SC Oberland (22.) ,
Steffen Ranft von
Motor Hainichen (23.) und Jens Piotraschke von TuS Coswig (24.) mit
jeweils 4,5
Punkten.
Die
beste sächsische Spielerin war Petra Schulz aus Wilkau-Haßlau
mit 4,5 Punkten auf Rang 18. vor Sandra Ulms
(SC Leipzig-Gohlis)
mit ebenfalls 4,5 Punkten (21.) und Dr. Gabriele Just von Lok
Leipzig-Mitte
(61.)
Bei der Siegerehrung
nach Ende der letzten Runde
gratulierten der Görlitzer Bürgermeister Ulf
Großmann, Vereinspräsident
Siegfried Müller und Organisationsleiter Günther
Pätzold Siegern und
Platzierten, würdigten den guten Turnierverlauf und richteten
den Blick schon
auf das Jahr 2008, wenn das Äskulap seinen 25. Geburtstag
feiert. Vorzumerken
ist der 19.03.-22.03.2008, damit auch das XXV. Äskulap ein
voller Erfolg wird.
V.
Apotheken-Turnier
Mit über
fünfzig Teilnehmern hat sich der "kleine
Bruder" des Äskulaps als beliebte Ergänzung zum
großen Open entwickelt. Da
das Apotheken-Turnier nur für Spieler bis zu einer bestimmten
Spielstärke (DWZ
< 1800) zugänglich ist, bietet es vor allem
schwächeren Spielern eine gute
Möglichkeit erfolgreich zu sein.
Hier galt zu
Turnierbeginn die Görlitzerin Anett Sänger
als Titelfavoritin, nachdem sie im vergangenen Jahr mit dem undankbaren
vierten
Rang vorlieb nehmen musste. Doch als die Lausitzerin aus den ersten
vier Runden
nur 2,5 Punkte holte, schienen alle Titelträume in weite Ferne
zu rücken.
Besonders hervor tat
sich der Görlitzer Werner
Strozewski, der bis dahin alle vier Partien für sich
entscheiden konnte und zu
Beginn der Runde fünf das Teilnehmerfeld anführte.
Doch im Duell mit Jan-Eric
Meißner, der selbst erst einen halben Punkt vergab, drehte
sich für den
Neißestädter das Blatt. Nach einer langen Partie
musste sich der Görlitzer
schließlich geschlagen geben und fand seit dem auch nicht
mehr ins Spiel
zurück. Auch in der sechsten und siebten Runde unterlag Werner
Strozewski und
landete schließlich auf Platz 15.
In Runde sechs sollte
nun die Vorentscheidung für den
Turniersieg fallen. Am Spitzenbrett trafen Eduard Dreyer
und Jan-Eric
Meißner
aufeinander, die beide mit 5,5 Punkten beste Chancen auf den
Turniersieg
hatten. Schließlich gelang es Eduard Dreyer die
Spitzenbegegnung für sich zu
entscheiden und so dem erhofften Turniersieg einen gewaltigen Schritt
näher, zu
kommen.
In
der finalen Runde genügte Dreyer nun ein Remis gegen Matthias
Sanders um das
Turnier souverän für sich entscheiden zu
können.
Platz zwei belegte
Matthias Sanders, dritte wurde Anett Sänger, die
nach einem holprigen Start keinen weiteren
Zähler mehr abgab und so
noch den Bronzerang erkämpfte.
Besonders
erwähnenswert waren die Leistungen von Felix
Özkul. Das Görlitzer Nachwuchstalent zeigte bei
seinem ersten großen Turnier
gute Partien und holte mit 3 Punkten einen überzeugenden 34.
Rang.
Von insgesamt 51
Teilnehmern waren 28 aus Sachsen. Hier
gingen die ersten drei Plätze nach Sachsen, wobei wie oben
erwähnt die
Leistungen von Anett
Sänger (Bild) auch als beste weibliche
Teilnehmerin hervorzuheben
ist vor Gerda Strate von Weiße Dame Berlin, die mit 5 Punkten
Rang 6 belegte
und Elisa Silz von Viadrina Frankfurt/Oder mit 4
Punkten.
Äskulap-Junior
Auch die
Nachwuchsspieler überzeugten durch gute Partien.
Bei den Jüngsten setzte sich nach fünf starken Runden
der Nieskier Andreas
Kirsten (Bild) durch. Mit fünf Siegen aus
fünf Partien
erspielte er sich souverän den
1. Platz. Bei den unter 14-jährigen setze sich
schließlich Tim Meier vom SC
Oberland mit ebenfalls 5 Siegen gegen seine Konkurrenz durch. In der
U10 holte
der Görlitzer Leon Hess mit einem Punkt den 9. Rang. Vincent
Hoffmann (SV
Görlitz 1990 e. V.) erspielte sich mit drei Zählern
einen guten 14 Platz in der
U14.
Freizeit-Turnier
Ebenfalls spannend
ging es bei den nichtaktiven
Schachspielern zur Sache. Bis zur letzten Runde war der Turniersieg
noch offen.
Swen Stundzik erspielte sich im letzten Durchgang noch den
Gesamterfolg, nachdem
der Nieskier Heimo Dünzel unterlag und so auf Platz zwei
zurückfiel.
Spannende
Begegnungen und hochkarätige Partien
ließen das XXIV. Äskulap erneut zu einem sportlichen
Großereignis in der
Neißestadt werden. Eine gelungene Veranstaltung für
Organisatoren, Sponsoren
und Spieler; was besonders dem gastgebenden Görlitzer
Schachverein zu verdanken
ist.
Weitere
Informationen rund um das Turnier, Ergebnislisten oder Fotos finden sie
auf www.schachverein-goerlitz.de
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